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Original Articles Date:01.01.1970
eingestellt: Kurt
Keine Geduld
Viele machen den Fehler, einem Programm oder
einer Methode nicht genügend Zeit zu geben. Ist nach ein paar Tagen oder Wochen
nicht das gewünschte Resultat vorhanden, probiert man die nächste Methode. Ernährungsänderungen
können Ihnen nicht von heute auf morgen einen neuen Körper verleihen. Optische
oder metabolische Unterschiede sind oft erst nach drei oder vier Wochen sicht-
beziehungsweise spürbar. Das trifft sowohl auf den Muskelaufbau als auch die
Fettreduktion zu. Keine Kontrolle über die Nahrungsaufnahme Sich auf den Zufall
verlassen, war noch nie eine guter Anhaltspunkt. Man sollte sich einmal die Zeit
nehmen und ausrechnen (oder von einem Fachmann/frau ausrech-nen lassen), wieviel
Kalorien man benötigt und welche Mengen an Protein, Kohlen-hydrate und Fett in
der Ernährung enthalten sein sollten. Danach empfiehlt es sich, regelmäßig
die Nahrungsaufnahme zu kontrollieren. Unter ,,Kontrollieren" verstehe ich,
wiegen, aufschreiben und anhand einer Nährwerttabelle die Kalorien und Nährstoffe
(Protein, Kohlenhydrate, Fett) aufzulisten. Man muß nicht jeden Tag
aufschreiben, was man zu sich nimmt, aber einmal pro Woche sollte man sich die Mühe
machen. Ein sehr gutes Hilfsmittel ist die ,,Große Nährwerttabelle" aus
dem Verlag Gräfe & Unzer, die fast alle Lebensmittel mit genauen Angaben über
Kalorienzahl, Protein, Kohlenhydrate,
Fett, Mineral- und Vitamingehalt
auflistet. Essen nach Zufall Es spielt keine Rolle, ob Sie zu- oder abnehmen
wollen - ohne Disziplin geht nix! Man kann nur dann auf Erfolg hoffen, wenn man
sich über längere Zeit an einen Plan hält. Man kann nicht das an einem Tag
Versäumte an einem anderen Tag nachholen. Deshalb sind Regeln da - um sie
einzuhalten. Wenn der Ernährungsplan fünf Mahlzeiten im Abstand von
zwei-einhalb Stunden vorsieht, dann muß man das auch durchziehen. Nur so kann
der Stoffwechsel optimal angeregt werden. Ist man in der Regel diszipliniert,
kann man auch mal eine Ausnahme verkraften. Die Waage alleine sagt nicht die
Wahrheit Die Waage ist nur ein Anhaltspunkt, aber nicht das Maß aller Dinge.
Viele Anfänger sind schnell enttäuscht, wenn die Waage nicht jeden Tag mehr
anzeigt. Ebenso geht es Personen, die Fett verlieren wollen. Das ist ein Fehler,
denn die Waage kann nicht die Veränderungen im Körper anzeigen. Es kann sein,
daß man Fett abnimmt und Muskeln aufbaut, was auf der Waage nicht als Veränderung
angezeigt wird, aber vom Aussehen, Stoffwechsel und Training her erhebliche
Unterschiede macht. Zudem kommt, daß man leicht überreagiert: Bodybuilder in
der Wettkampfvorbereitung denken, sie müßten weniger essen, weil die Kilos
nicht purzeln; ein Athlet, der zunehmen will, schaufelt so viel Essen ein, daß
er fett wird, weil er keine Gewichtszunahme sieht. Aber das ist nicht die
Hauptsache. Bodybuilding erfordert mehr Faktoren als nur das Gewicht. Erst wenn
man auch die anderen Faktoren (wie Kötpetfettgehalt und Muskelumfang)
miteinbezieht, bekommt man gute Anhaltspunkte.
Zu viel Nahrung (vor allem Kohlenhydrate)
Gerade in der Massephase tendieren viele Athleten
zu dem ,,Vielfraß"-Syndrom. Sie stopfen und mästen sich regelrecht mit
riesigen Nahrungsmengen, vor allem aber Kohlenhydraten. Die Folge ist, daß sie
an Fett zunehmen, was unschön und bei der nächsten Wettkampfvorbereitung ein
riesiges Hindernis ist. Man braucht Kohlenhydrate für Trainingsenergie und
Erholung, aber man muß die Mengen kontrollieren. Keine individuelle Diätplanung
Natürlich ist es in Ordnung, wenn man sich ansieht, wie sich die Profis ernähren,
aber es kann nicht der Standard für die eigene Ernährung sein. Dorian Yates
mag einen völlig anderen Stoffwechsel haben als Hans Huber. Will Hans Huber
Erfolg haben, muß er einen Trainings- und Ernährungsplan einhalten, der für
seinen Stoffwechsel, sein Tätigkeitsniveau und Tagesablauf geeignet ist. Hier
hilft oft nur lange Erfahrung oder ein sehr guter Ernährungsberater. Aller
Erfolg kommt von der Chemie. Chemie fängt beim Proteinpulver und den
Vitaminpillen an und geht bis Anabolika und IGF. Viele Bodybuilder denken,
Chemie ist DER Weg zum Erfolg. Wenn man zur Fettabnahme nur Carnitin und Chrom
nehmen müßte, wäre das DIE Sache. Viele der Mittel, die heute angeboten
werden, sind in der Tat wertvolle Hilfsmittel, die den Körper bei seinen
Aufgaben unterstützen, aber sie sind KEIN Ersatz für einen guten Ernährungsplan
und Disziplin. Die meisten Bodybuilding haben ein Problem: Sie können nur
Reis und Putenbrust zubereiten. Damit ist die Menüauswahl sehr limitiert.
Langweile und eine gewisse Abneigung gegen Diät halten sind in diesen Fällen
unvermeidbar. Es gibt jedoch Abhilfe. Mittlerweile sind genügend gute Kochbücher
für Bodybuilder auf dem Markt (z.B. Alfred Krautgartners „Fit Essen
mit Genuß" Bestelltelefon: 0043-5224-66454). Mit Abwechslung läßt sich
die Sache auch langfristig besser durchstehen.
Die Reduzierung
von Nahrungsfett ist ein wichtiger Schritt, um weniger Kalorien aufzunehmen und
gleichzeitig stoffwechselinaktives Fett zu vermeiden. Verzichtet man allerdings
ganz auf Fett, wird der Körper auch hierin einen Mangel sehen und den
Stoffwechsel so steuern, daß die Fettverbrennung vermindert und die
Fetteinspeicherung verstärkt wird. Besonders wenn man eine
kalorienrestriktierte Diät zu sich nimmt, sollte man darauf achten, daß die
notwendigen Mengen an essentiellen Fettsäuren
aufgenommen werden (z.B. Fischöle, Pflanzenöle) Man sollte nicht eine neue Ernährung
wie einen Sprung in das kalte Wasser handhaben. Statt alles auf einmal zu ändern,
sollte man lieber stufenweise seine Ernährung ändern. Auf diese Weise werden
weder der Körper noch die Psyche durch plötzliche Änderungen schockiert.
Quellenangabe:-
Bildnachweis:-
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