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Maskierter schießt auf Berliner Rapper
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Herausgeber: welt.de
Original Articles Date:16.01.2008
eingestellt: ASuSku

Der Mann war maskiert, sagte etwas – und schoss, drei Mal: Der Berliner Rapper Massiv ist auf der Straße angeschossen worden. Die Polizei will nicht glauben, dass dies der Beginn eines Krieges verfeindeter Musiker ist. Obwohl Massiv schon der zweite Rapper ist, der innerhalb von nicht einmal drei Monaten attackiert wurde.

Erneut ist in Berlin ein Rapper angegriffen worden: Der Sänger Massiv (25) wurde am Montagabend auf einer Straße in Neukölln angeschossen. Wie die Polizei mitteilte, stand der Musiker an seinem Auto und telefonierte, als ein maskierter Mann vor ihn trat, etwas Unverständliches sagte und dann drei Schüsse abfeuerte. Eine Kugel traf Massiv in die Schulter, ein Projektil durchschlug die Scheibe seines BMW. Der Rapper erlitt einen Schulterdurchschuss und kam zunächst ins Krankenhaus, wie ein Sprecher des Sängers sagte. Der Rapper sei "entsetzt“ und könne sich den Angriff nicht erklären. Auch für die Polizei sind die Hintergründe der Tat unklar. Der Täter flüchtete in einem Wagen.

Nach Angaben seines Sprechers verlor Massiv bei der Attacke viel Blut. "Er sieht wirklich erbärmlich aus“, sagte er am Tag nach den Schüssen. Der Sänger sei auf eigenen Wunsch nachts aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das Ganze hätte demnach viel schlimmer ausgehen können. "Er hat großes Glück gehabt.“ Erst Ende November 2007 hatten drei maskierte Männer den Rapper Fler im Berliner Studio des Musiksenders MTV überfallen. Ein Leibwächter konnte seinerzeit die Messerattacke im Foyer des Studiogebäudes abwehren.
Massiv, mit bürgerlichem Namen Wasiem Taha, ist seit 2007 vertraglich mit der Bertelsmann-Firma Sony BMG verbunden, wo Taha als deutscher Gangster-Rapper nach dem amerikanischen Modell 50 Cent und als Konkurrent zum erfolgreichen Universal-Schützling Bushido vermarktet wird. Bei Sony BMG erschien Massivs Debütalbum "Blut gegen Blut“ mit Stücken wie "Ghettolied“.

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