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Original Articles Date:01.01.1970
eingestellt: Kurt
Die Ansicht, man muss sich vor allem richtig anstrengen, um möglichst viel Fett zu verbrennen, ist genau so weit verbreitet wie falsch! Heute weiß man: Unser Körper verbrennt seine Fettreserven nur sehr ungern. Er nimmt lieber den leicht verfügbaren Zucker aus den Muskeln. Schließlich hat er die Fettpölsterchen als Vorräte für schlechte Zeiten angelegt. Dass solche Notzeiten nicht kommen und die Vorräte unnötig sind, kann unser Körper nicht wissen. Sie brauchen also einen Trick, um an die Fettreserven zu kommen.
Auch hier hilft Ihnen Ihr Puls. Am Anfang Ihres Trainings verbrennen Sie immer Kohlenhydrate in Form von Zucker. Wenn die Belastung sehr niedrig und ganz gleichmäßig ist, dann schaltet er nach etwa einer Viertelstunde auf Fettverbrennung um. Wenn sie gut trainiert sind, geht das auch schneller. Immer, wenn die Belastung zu groß wird, schaltet Ihr Körper wieder zurück auf Kohlenhydrate.
Der Grund dafür: Fett kann nur zusammen mit Sauerstoff verbrannt werden. Solange genug davon nachgeliefert wird, läuft der Fettverbrennungsofen auf Hochtouren. Wird mehr Energie gebraucht, ohne dass entsprechend Sauerstoff nachkommt, müssen die Kohlenhydrate die Arbeit übernehmen. Beim Training können Sie das in Ihren Muskeln fühlen: Wenn die Beine beim Laufen zum Beispiel brennen, dann liegt das an der Milchsäure in Ihren Muskeln. Die entsteht als Abfallprodukt der Kohlenhydratverbrennung.
Ein anderes Anzeichen ist Ihre Atmung. Nur wenn Sie auch nach langer Belastung noch ruhig und gleichmäßig Luft holen können, verbrennen Sie beim Training Fett. Noch genauer sagt Ihnen Ihr Puls, ob Sie im richtigen Bereich trainieren. 120 bis 140 Schläge in der Minute ist die optimale Fettverbrennungszone. Und das ist so wenig, dass vor allem Sportanfänger kaum glauben können, dass ein so leichtes Training tatsächlich Fett verbrennen kann.
Unser Tipp ist also: Kontrollieren Sie etwa alle zehn Minuten Ihren Herzschlag. Mit der Zeit werden Sie ein Gefühl für den richtigen Bereich entwickeln.
Die gute Nachricht ist also: Sie können’s ganz gemütlich angehen, wenn Sie Ihr Fett loswerden wollen. Die weniger gute Nachricht: Fettverbrennung kostet viel Zeit! Eine halbe Stunde ist absolutes Minimum, sonst lohnt es sich nicht. Zusammen mit der ersten Viertelstunde, in der Sie nur Kohlenhydrate verbrennen, müssen Sie also mindestens eine Dreiviertelstunde rechnen. Und das mindestens dreimal in der Woche.
Unser Tipp für Fettverbrennung sind Sportarten mit ganz gleichmäßigen Belastungen. Walking ist die Nummer eins für Fettverbrennung. Der stramme Spaziergang tut es genau so. Danach folgt Ergometertraining, weil Sie hier die Belastung genau dosieren können. Weniger geeignet sind zum Beispiel Ballsportarten, weil sehr intensive Belastungen mit unregelmäßigen Pausen wechseln. Das bringt zwar Ausdauer, lässt das Fett aber kaum schmelzen.
Noch ein Tipp zur Fettverbrennung: Gezieltes Abbauen von Fettpölsterchen ist leider nicht möglich. Wo und wieviel Fett Ihr Körper ansetzt, ist genetisch vorgegeben. Es macht also keinen Sinn, zum Beispiel den Bauch zu trainieren, um direkt das Fettgewebe im Bauch anzugreifen. Das passiert immer nur indirekt, indem Sie den Fettstoffwechsel ganz allgemein anregen. Dazu eignen sich am besten große Muskelgruppen. In der Regel sind das die Beine. Wenn Sie Ihrem Trainer also sagen, Sie möchten Ihren Bauch loswerden und er schickt Sie auf den Stepper, dann liegt er damit genau richtig!
Unser Tipp: Kombinieren Sie ein gezieltes Krafttraining mit einem Fettabbautraining. Wenn Sie zum Beispiel im Fitnesscenter trainieren, könnte das so aussehen: Erst kräftigen Sie ihre Muskulatur an den Geräten, dann geht’s im Aerobic-Kurs oder auf dem Ergometer dem Fett an den Kragen. Einsteigern empfehlen wir, dieses Training auf zwei Tage zu verteilen. Als Alternative können Sie auch einen Tag zur Wirbelsäulengymnastik in Ihrem Verein gehen, am nächsten Trainingstag kommt dann eine Runde Walking.
Selbstverständlich ist, dass Sie Fett, das Sie nicht essen, auch nicht verbrennen müssen. Eine Stunde auf dem Stepper zum Beispiel verbrennt rund 500 Kilokalorien. Das entspricht gerade mal 55 Gramm Fett. Und die stecken schon zum Beispiel in einem einzigen großen Hamburger mit einer kleinen Portion Pommes. Ganz wichtig ist, dass Sie nicht die Geduld verlieren. Fettabbau dauert leider sehr lange und erfordert große Disziplin. Der Vorteil: Wenn Sie langsam abnehmen, steigen die Chancen, dass Sie langfristig Ihr Gewicht halten können. Was schnell geht, ist meist auch schnell wieder auf den Hüften.
Quellenangabe:-
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